Lesen in Köln-Mülheim
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16.12.2009
Bürger retten Büchereien
Köln - 2003 war für die Stadtteil- Büchereien kein gutes Jahr. Wegen der desolaten Haushaltslage wurde der Etat der Stadtbibliotheken um 50% gekürzt. Das führte zu Schließungen von Außenstellen wie Braunsfeld. Auch die fünf Bücherbusse fielen dem Rotstift zum Opfer.

Dass dennoch elf Stadtteilbibliotheken überlebten, ist dem Einsatz der Bürger zu verdanken. Sie gründeten kurzerhand Fördervereine. "Fehlt die Bibliothek im Veedel, bliev der Tünnes hohl im Schädel" lautete der Slogan, mit dem sie demonstrierend durch die Straßen zogen.

"Literamus" in Rodenkirchen, "Lesen in Mülheim", "Lesen in Nippes" und in Sülz "Lesezeichen e.V." heißen sie und haben sich als "ein lebendiger Segen für die Büchereien erwiesen", sagt Judith Petzold, Sprecherin der Stadtbibliothek Köln. Fünf Stadtteilbibliotheken, auch die in Mülheim, werden ab dem 1. Februar 2010 auch samstags öffnen. (KStA)

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